Du gehst in die Stadt, nimmst dir fest vor, diesmal etwas Buntes mitzunehmen. Im Laden streichelst du über Rosa, Prints und Statement-Teile, an der Kasse liegen dann schwarze Hosen und beige Oberteile.
Auf dem Heimweg fragst du dich, wie dein Schrank so voll sein kann und sich trotzdem jedes Outfit gleich anfühlt. Dieses Muster ist kein Zufall, es ist dein Sicherheitsprogramm.
Es schützt dich vor Blicken und Kommentaren, aber leider auch vor genau der Farbe, nach der du dich heimlich sehnst. Die Lösung ist selten, alles auf einmal radikal umzukrempeln, das wirkt fast immer wie Verkleidung.
Viel leichter wird es, wenn du deine gewohnten Looks behältst und nur ein Detail nach dem anderen mutiger machst. So kannst du dich Schritt für Schritt bunter anziehen, ohne dich den ganzen Tag unwohl zu fühlen.
Jeder dieser Schritte ist klein genug, um machbar zu bleiben, aber groß genug, um dein Spiegelbild zu verändern:
1. Im ersten Schritt kombinierst du Jeans und neutrales Oberteil mit einem bunten Detail wie Tasche oder Haarband.
2. Als Nächstes bekommt eine Farbe die Hauptrolle, etwa ein rosa Hoodie oder ein Herz-Sweater, während Hose und Schuhe ruhig bleiben.
3. Dann legst du dir in deiner Lieblingsfarbe zwei Oberteile und ein Accessoire zu, die du wieder mit deinen Basics mischst.
4. An ruhigeren Tagen probierst du mutigere Kombinationen aus, damit dein Körper lernt, dass bunt im Alltag sicher genug ist.
So kannst du Schritt für Schritt mehr Farbe in deinen Alltag bringen, ohne dich unwohl zu fühlen. Du wirst merken, wie viel Spaß Outfits machen, wenn du mit mehr bunten Details spielst und dass dir Farbe Sicherheit gibt, wenn du sie immer wieder in deinen Alltag einbaust.
Probier es selber aus. Viel Spaß dabei und mach deinen Alltag ein kleines bisschen bunter.