Vor dem Markt
Nachdem ich die Zusage für den Markt bekommen hatte, war ich zuerst vollerAufregung und Vorfreude. Da ich so etwas vorher noch nie gemacht hatte, fing ich mit meiner Vorbereitung schon einige Wochen/ Monate vor dem Kreativmarkt an. Zuerst habe ich eine Checkliste mit allen wichtigen Punkten erstellt, um mich besser orientieren zu können. Diese hat mir nicht nur bei der Organisation geholfen, sondern mich auch mit jedem weiteren abgehakten Punkt mehr und mehr motiviert.
Zu den wichtigsten Punkten zählten als erste Schritte die Gestaltung und Bestellung meiner Flyer, das Abschätzen der Produktmengen und eine kleine Vorproduktion, sowie alles zu besorgen, was meinen Marktstand schöner macht. Hier blieb es bis kurz vor dem anstehenden Markt spannend, ob alles rechtzeitig fertig wird und die Flyer pünktlich und heile ankommen.
Um mich sicherer und gut vorbereitet zu fühlen, habe ich meinen Marktstand als Probe schon einmal zu Hause aufgebaut. Am besten fällt einem auf, was noch fehlt oder angepasst werden muss, wenn man es einmal in echt sehen kann. Und ja – es gab noch einiges, was besorgt werden musste.
Nachdem diese Punkte erfolgreich auf meiner Liste abgehakt werden konnten, ging es daran alles in meinem Auto zu verstauen – was gar nicht so einfach war, da es doch mehr Sachen waren, als gedacht.
Mein erster Markttag
Erster Grund zur Freude: Alles ist heile geblieben und ich bin pünktlich angekommen.
Nun geht es ans Aufbauen vom Stand. Hier habe ich gemerkt, dass es sich auf jeden Fall lohnt, etwas früher da zu sein. Es dauert doch länger als gedacht, alles aufzubauen und die Details in Szene zu setzen. Der Tag soll ja nicht schon im Stress beginnen.
Und dann geht es auch schon los und die Besucher kommen. Hier war ich sehr überrascht, wie unregelmäßig diese an meinen Stand kamen. Mal war kurz gar nichts los, dann plötzlich viele Besucher gleichzeitig. Hierbei habe ich gemerkt, dass man schnell unsicher werden kann und sich fragt, ob man irgendwas falsch gemacht hat, wenn alle weitergehen. Doch im nächsten Moment steht auch schon der nächste Besucher vor dir und zeigt Interesse an dir und deinen Produkten. Schnell wurde mir klar: Nicht jeder findet dich und das, was du machst toll – und das ist auch gut so. So bleiben nur die Menschen stehen, die sich wirklich für deine Produkte interessieren oder etwas über dich und deine Geschichte erfahren wollen und über diese Menschen freust du dich umso mehr.
Weitere Erkenntnisse während meines ersten Tages waren:
Es lohnt sich, mehrere Bezahlmethoden anzubieten (Bar und elektronisch mit Karte/PayPal), da du ja keinen Kunden wegschicken willst, nur weil dieser nicht passend bezahlen kann.
Nicht alle Besucher trauen sich, dich anzusprechen oder sich selbst einen Flyer mitzunehmen. Hier habe ich ein Schild „zum Mitnehmen“ angebracht und einige Interessierte direkt angesprochen. Diese haben sich darüber gefreut und gerne einen Flyer mitgenommen.
Ich war ehrlich gesagt zu Beginn etwas unsicher, auf was für Menschen ich auf dem Markt treffen werde. Aber es hat sich gezeigt, dass es sehr viele nette und interessierte Menschen gibt. Es ist super spannend, die Standnachbarn kennenzulernen und mehr über ihre Geschichten zu erfahren. Und auch über die Besucher findet man selbst in kurzen Gesprächen schon viel heraus und sieht, was für nette Menschen dahinter stecken.
Nach dem Markt
Nicht zu unterschätzen, ist die Arbeit nach dem Markt. Alles wird wieder sorgfältig abgebaut, während ganz viele neue Eindrücke in meinem Kopf verarbeitet werden.
Insgesamt freue ich mich wahnsinnig an dem Markt teilgenommen zu haben. Ich konnte so viele positive Erkenntnisse und Ideen für mich und auch den nächsten Markt mitnehmen und es hat super viel Spaß gemacht. Natürlich konnte ich auch ein paar Produkte verkaufen, auf meinen Onlineshop und mein Instagram-Profil aufmerksam machen und neue tolle Bekanntschaften machen, mit denen ich auch in Zukunft gerne in Kontakt bleiben werde.
Vielen Dank an die Marktveranstalter, die Standnachbarn und die vielen netten Besucher!