Für die einen ist es das Startsignal, um sich selbst neue Ziele zu setzen, für die anderen ein nerviges Ritual, das man sowieso nicht lange durchhält. Hierbei gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur die Herausforderung, den richtigen Weg für sich selbst zu finden.
Warum wir uns gute Vorsätze machen
Gute Vorsätze entstehen oft aus dem Wunsch nach Veränderung. Sie sind ein Zeichen dafür, dass wir unser Leben reflektieren und uns weiterentwickeln wollen. Der Jahreswechsel wirkt dabei für viele wie ein symbolischer Neustart.
Vorsätze können motivierend sein. Sie können uns Orientierung geben und uns helfen, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen. Im besten Fall sind sie kein Zwang, sondern eine Einladung sich selbst etwas gutes zu tun.
Einigen Menschen hilft es, sich mit anderen im Erreichen ihrer Ziele zu messen und sich gegenseitig zu besseren Leistungen anzustacheln. Für Manche ist es hilfreich, einen genauen Startzeitpunkt festzulegen, um so einen besseren zeitlichen Überblick über die bisher erreichten Schritte in Richtung Ziel zu erhalten.
Wenn die Vorsätze zur Belastung werden
Problematisch wird es, wenn gute Vorsätze zu groß, zu strikt oder fremdbestimmt sind. Dann können sie uns schnell unter Druck setzen und wir können an ihnen scheitern. Darauf folgt dann eine große Enttäuschung und wir denken, dass wir versagt haben.
Viele Vorsätze orientieren sich außerdem weniger an unseren eigenen Bedürfnissen, als an gesellschaftlichen Erwartungen. Dann verlieren Vorsätze ihren positiven Kerngedanken und werden nur zu einem weiteren Punkt auf unserer To-Do-Liste, den wir nicht erfüllen können.
Ein weiteres Problem kann das ständige Nachfragen von Familie und Freunden sein, die regelmäßig wissen wollen, wie es denn bislang mit unseren Vorsätzen klappt. Durch das ständige Erinnern, wird uns sofort vor Augen geführt, wenn wir mit unseren Vorsätzen gerade nicht weiter voran kommen und unsere Motivation kann gebremst werden.
Ja zu Vorsätzen – aber anders
Vielleicht können wir den Gedanken der guten Vorsätze neu denken. Wir sehen sie nicht als strikte Regel, sondern als Versprechen an uns selbst. Wir setzen uns kleine realistische Anpassungen, die sich in unseren Alltag integrieren lassen und von Herzen kommen, wie zum Beispiel „Ich bin achtsamer mit mir und meinem Körper“ statt „Ich muss komplett auf Zucker verzichten“. Das hilft uns, immer wieder kleine Erfolgserlebnisse zu haben und motiviert zu bleiben.
Nein zu Vorsätzen – und trotzdem wachsen
Auch ohne gute Vorsätze ist eine persönliche Entwicklung jederzeit möglich. Manchmal reicht es, bewusster durch den Alltag zu gehen, innezuhalten und ehrlich mit sich selbst zu sein. Nicht jedes Jahr muss ein Projekt sein. Manchmal ist es genug, einfach da zu sein, zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Denn auch daran wachsen wir und werden ein kleines Stückchen stärker.
Jeder darf seine eigene Entscheidung treffen
Egal wie ihr euch entscheidet, das Wichtigste ist, dass ihr euch nicht unter Druck setzt und den passenden Weg für euch selbst findet. True heartlieb nimmt sich unabhängig vom Jahresanfang vor weiterhin mehr Liebe und Freude zu verbreiten. Und das jeden Tag!